Der nachfolgendDOA-Hardware, Kommunikationsausfall und fragwürdige Gebühren Sachverhalt…
Der nachfolgende Sachverhalt dokumentiert den Ablauf einer Reklamation bei der BITRO GmbH. Wer hier bestellt, sollte einkalkulieren, dass Support und Werkstatt potenziell völlig entkoppelt agieren und interne Kommunikationsfehler am Ende zu Lasten des Kunden verbucht werden könnten.
Die Chronologie:
17.08.2026: Bestellung eines standardmäßig weißen PS5-Controllers mit zwei modularen Anpassungen (TMR-Sticks und größerer Akku). Ursprünglich versandkostenfrei.
04.09.2026: Lieferung der Ware.
06.09.2026: Erstmeldung eines Hardwaredefekts ab Werk (DOA – Touchpad reagiert nicht). Server Fehler bei der Support Email. Der Kontaktversuch über WhatsApp lieferte lediglich eine automatisierte Bot-Antwort.
10.09.2026: Um 22:50 Uhr erfolgte die erste Reaktion des Supports per E-Mail mit der Bitte um Beweismaterial, verbunden mit der klaren Zusage: "Dann können wir den Fehler besser nachvollziehen und dir direkt sagen, wie wir weiter vorgehen. LG"
11.09.2026: Übersendung der angeforderten Fotos und Videos meinerseits. Danach erfolgte seitens des Supports keinerlei Reaktion mehr.
Widerruf und Retoure: Aufgrund des ausbleibenden Supports wurde der Vertrag fristgerecht widerrufen und das Paket (inklusive physisch beiliegendem Widerrufsschreiben) auf eigene Kosten retourniert.
Der Werkstatt-Prozess: Der Widerruf wurde augenscheinlich ignoriert. Stattdessen reparierte die Werkstatt den defekten Controller ungefragt und sendete ihn unangekündigt zurück. Die Annahme dieses Pakets habe ich verweigert.
Das "Custom"-Argument und die Kostenumlegung:
Nach der Annahmeverweigerung leitete Bitro eine Teilerstattung ein, behielt jedoch 14,07 Euro ein. Die Begründung des Supports: Es handele sich um einen "Custom Controller", für den ohnehin kein Widerrufsrecht bestehe. Die Teilerstattung sei reine "Kulanz", die 14,07 Euro deckten die dreifachen Versandkosten (Hinversand, erneuter Versand der Reparatur, Rückläufer).
Diese Argumentation ist aus zwei Gründen stark angreifbar:
Ein weißer Standard-Controller, der lediglich über Dropdown-Menüs mit TMR-Sticks und einem Akku bestückt wird, dürfte bei einer juristischen Einzelfallprüfung schwerlich als vom Widerruf ausgeschlossene, hochindividuelle Maßanfertigung Bestand haben. Dies gilt umso mehr, wenn das Gerät bei Lieferung nachweislich defekt ist und die Sachmängelhaftung im Raum steht.
Die in Rechnung gestellten "dreifachen Versandkosten" entstanden maßgeblich dadurch, dass Bitro die angeforderten Beweisvideos ignorierte und trotz des physisch vorliegenden Widerrufs eigenmächtig eine Reparatur durchführte und das Gerät erneut versendete.
Ich habe mich entschieden, die einbehaltenen 14,07 Euro als Lehrgeld abzubuchen, da mir meine Lebenszeit für den weiteren Aufwand über Banken oder Rechtswege zu schade ist. Wer hier bestellt, sollte jedoch wissen, wie bei einem Defekt mit Kundenkommunikation und Retouren umgegangen wird.